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Abgleich: Selbst- vs. Fremdbild

Wie gut kennen Sie sich selbst?

Die meisten Menschen gehen davon aus, dass Sie sich selbst sehr gut kennen. Das stimmt zwar auch, aber wie genau kommen wir zu unserem Selbstbild? Unser Selbstbild hängt nämlich im wesentlichen davon ab, welches Feedback wir in der Vergangenheit erhalten haben und aktuell aus dem Umfeld bekommen. Unser Selbstbild baut also im Kern auf der Wirkung auf, die wir bei Anderen ausgelöst haben.

Die Genauigkeit unseres Selbstbilds hängt von der Qualität des Feedbacks ab, das wir aus unserem Umfeld über uns selbst zurückgespielt bekommen. Daher stellt sich die Frage, wie akkurat diese Informationen eigentlich sind.

Welche Fehlerquellen verfälschen unser Selbstbild?

Fehlerquelle 1: Unser persönlicher Fokus.

Unsere Wahrnehmung der Welt ist insgesamt eine hochgradig subjektive Angelegenheit. Was immer für uns aktuell von Relevanz ist, bekommt eine höhere Aufmerksamkeit und wird damit zu unserer Realität. In unserem Inneren entsteht eine Landkarte der Welt, die allerdings nur einen persönlich relevanten Bruchteil dessen abbildet, was tatsächlich vorhanden ist.

Zum Beispiel wird Feedback, das im Moment nicht relevant ist, unbewusst ausgeblendet, oder in seiner Bedeutung verändert, um das bestehende Selbstbild zu bestätigen. So kann es sein, dass Sie eine Kritik, die Sie nicht hören wollen, für sich umdeuten oder verdrängen oder eine Anerkennung, die Sie erhalten, überbewerten.

Fehlerquelle 2: Der Fokus Anderer.

Ob, wann und in welcher Qualität Sie ein Feedback aus Ihrem Umfeld hören, hängt von vielen Faktoren ab:

Welche Absicht verfolgt der Feedback-Geber? Hat er damit gute Absichten oder versucht er Macht über Sie zu gewinnen und Sie zum Beispiel zu einer bestimmten Handlung oder Meinung zu bewegen?

Positives Feedback zu bekommen ist noch schwieriger: Dadurch, dass die meisten selbst nur selten Anerkennendes hören, sinkt die Bereitschaft selbst positives Feedback zu geben. Die Meisten sind untrainiert darin, einfach mal darauf zu achten, was genau sie an Anderen anerkennenswert finden. Hinzu kommt, dass es ganz schön schwer ist passende Worte für Lob zu finden, ohne dabei anbiedernd zu klingen oder eine Absichtsvermutung auszulösen. 

Was ist der Nachteil davon, wenn das Selbstbild nicht mit dem Fremdbild übereinstimmt?

  1. Sie unterschätzen sich, und trauen sich Dinge nicht zu, die Sie eigentlich schaffen könnten.
  2. Sie überschätzen sich, und gehen Dinge an, die nicht zu Ihren Stärken gehören.
  3. Sie haben das Tätigkeitsfeld noch nicht entdeckt, daß Ihnen das Maximum an Freude, Zufriedenheit und Erfolg beschert.

Der Preis, den Sie zahlen, wenn Sie ein unstimmiges Selbstbild haben ist also extrem hoch. Für Unternehmen potenziert sich dieser Preis durch die Anzahl betreffender Mitarbeiter.

Mit dem Stärkenkompass ist der Abgleich zwischen Selbst und Fremdbild gleichermaßen wirksam – weil anonym und somit glaubwürdig und motivierend – weil positiv. Er steigert die Selbstwirksamkeit – das heisst, dass Bewusstsein für das was möglich ist. Bei 99 % der Nutzer ist das mehr, als im Selbstbild vorkam. 

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